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3OH!3: Streets of Gold

3OH!3-Review vom 21.08.2010

mixedmusic.de Wertung:

( 7 / 10)
Titel: Streets of Gold (CD)
Artist: 3OH!3
veröffentlicht am: 20.08.2010

Elektro-Pop mit satten Beats + eingängigen Refrain

3OH!3 sind eine Elektro-Pop Band aus dem US-Bundesstaat Colorado. Vor allem in den USA sind Sean und Nat derzeit sehr angesagt. Trifft ihr Sound doch genau in den momentan so sehr gehypten Sektor aus Popmusik mit Elektro-Elementen. 2007 war das noch anders. Damals verschickten sie ihr Erstlingswerk auch noch in Eigenregie quer durch die USA. Das Major-Release „Streets of Gold“ ist inzwischen das dritte Album der beiden Musiker. Wie gut ist es wirklich?

Der Sound des Albums bewegt sich zwischen extrem dicken Beat-Brettern mit Synthie-Basslines und einer Mischung aus Rap mit eingängigen Refrains. Was auffällt ist, dass man das Album - abgesehen von ein, zwei Titeln - komplett durchhören kann und es sich irgendwie wie ein Gesamtgefüge anhört, wo jeder Song seine Berechtigung hat. Es klingt nicht alles gleich, aber eine gewisse Linie ist quer durch das Album schon zu erkennen. Negativ fällt hingegen die Ähnlichkeit mancher Song-Passagen auf. So haben die Titel „My First Kiss“ (ft. Ke$ha) und „Déjà Vu“ schon Gemeinsamkeiten. Ke$ha hätte man sich übrigens auch getrost sparen können. Sie wertet den Song selbst nicht auf, nur das Vermarktungspotential, da sie nach ihrem 2009er Megahit „TiK ToK“ ja selbst zu diesen Elektro-Pop-Hype-Artists zählt.

Inhaltlich sollte man nicht zu viel erwarten. Das gesamte Album klingt eher nach einer Gute-Laune-Platte, wo der Songinhalt auch mal etwas außen vor bleiben darf. Songs wie „We Are Young“ sind natürlich etwas platt („We are young / We drink and we fight and we love just because / we are numb / we're on the run and your never gonna chase us down”), aber trotzdem gehen sie gut ins Ohr.

Die Bandbreite der Songs ist schon interessant. Während es bei “I Can Do Anything” etwas Battle-Rap mit Power-Refrain gibt, Geht es in “I’m Not The One“ plötzlich in eine wesentlich ruhigere Ecke. Abwechslung ist also trotzdem gegeben. Auch der Sound selbst ist dank angesagter Producer wie Benny Blanco und Dr. Luke (Lukasz Gottwald) auf einem relativ hohen Niveau.

Insgesamt betrachtet ist „Streets of Gold“ kein Album, das absolut überzeugt und in die Musikgeschichte eingehen wird. Aber letzteres wollte vermutlich auch gar nicht erreicht werden. Es verspricht eher kurzweilige Unterhaltung für Fans von elektronischer Pop-Musik und die bietet es dem Käufer auch - ohne Zweifel.

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