David Guetta: One Love
David Guetta-Review vom 30.09.2009
mixedmusic.de Wertung:










Titel: One Love (CD)









( 8 / 10)
Artist: David Guetta
veröffentlicht am: 21.08.2009
Vocal-House und Popmusik zum Tanzen
David Guetta dürfte nicht unbedingt jedem Radiohörer ein Begriff sein, wohl aber seine diesjährige Sommersingle „When Love Takes Over“ mit der ehemaligen Destiny’s Child Sängerin Kelly Rowland. Der französische Top-DJ David Guetta veröffentlichte vor kurzem sein viertes Album „One Love“. Hält es das Hit-Niveau, welches die erste Singleauskopplung angesetzt hat? Kann der House-Produzent eine ähnliche Qualität auf Albumlänge bieten? Diese CD-Review wird es zeigen.David Guetta hat für jeden Song eine Stimme als Featuregast. Diese kommen alle aus dem R’n’B bzw. Soul-Bereich. Lediglich Chris Willis dürfte von Guettas Vorgängerabum bekannt sein, hat er doch dort fast jede Single mit seiner Stimme veredelt und zum Hit gemacht. Diesmal ist jedoch Kelly Rowland allen voran - sie darf gleich in drei Titeln mitsingen. Gerade bei der Pop-Single „When Love Takes Over“ merkt man wie gut ihr Gesang doch ist. Das kam damals bei „Destiny’s Child“ nie so raus, stand sie doch dort immer im Schatten von Beyonce Knowles. Guetta wird ihr zu einem ordentlichen Comeback verholfen haben - auch wenn der Song allmählich durch das rauf und runter spielen etwas über das erreichte „Ohrwurm“-Ziel hinausschießt.
House-Produzenten sind gerade im Vocal-Bereich auf glänzende und bekannte Stimmen angewiesen. Neben etablierten Acts, werden auch gerne gehypte Künstler verpflichtet. Rapper Kid Cudi ist einer aus dieser Kategorie. Sein Titel „Memories“ ist ein Song, der nicht ganz so nach vorne geht, aber durch die eingängige Präsentation einer der Besten auf dem Album ist. US-Lieblings-Featuregast Akon führt das „Sänger wechsel dich“-Spielchen fort. Ihn hört man auf der zweiten Singleauskopplung „Sexy Bitch“. Wenn Akons Stimme auch sonst gerne mal nervt, hier ist sie ganz gut eingebracht - vor allem in der Power-Bridge. Die Beiträge mit dem Black Eyed Peas- Repräsentaten „Will.I.Am“ sind nicht jedermanns Sache. Der Sänger selbst bezeichnet diese Musik übrigens als „Electro Hop“. Auch eine Remixversion von „I Gotta Feeling”, das David Guetta im Original bereits produzierte, ist enthalten. Als Bonus-Track gekennzeichnet hätte es eher aufs Album gepasst, aber mitten in der Tracklist ragt es doch ein wenig heraus.
Wie Eingangs erwähnt, fehlt auch Chris Willis nicht. Sein Song „Gettin’ Over“ beginnt zwar wie eine bekannte Nummer des letzten Albums, doch er und Guetta sind ein stimmiges Team. Vocal House mit kräftig wummerndem Beat und Chris Willis - das passt! Zusammen mit Tocadisco und der Sängerin Wynter Gordon (bekannt von „Sugar“ mit Flo Rida) ist „Toyfriend“ entstanden. Ein Titel mit Break Beat und Dancehall Feeling, der besonders im Club funktionieren dürfte. Ein weiteres gelungenes Highlight versteckt sich am Schluss: „If We Ever“ mit Makeba. Ein Langsamer Elektro-Track mit einer wundervoll passenden Stimme und einem mystischen Synthie -Klangteppich.
Insgesamt hat Guetta allein aufgrund der unterschiedlichen Stimmgeber ein abwechslungsreiches Pop/House-Album geschaffen. Manchmal etwas freundlicher, aber teilweise auch eher für die Clubs und weniger fürs Radio. Das Problem dürfte der Langzeit-Spaß an dem Abum sein, da es wie viele House-Produktionen eher kurzweilig daher kommt. Mehr Qualität hat „One Love“ aber in jedem Fall als die meisten übrigen Veröffentlichungen in diesem Genre. Und außerdem, muss man beim Tanzen sein Gehirn wirklich anschalten?
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Tracklist + Downloads
- When Love Takes Over (feat. Kelly Rowland)
- Getting’ Over (feat. Chris Willis)
- Sexy Bitch (feat. Akon)
- Memories (feat. Kid Cudi)
- On the Dancefloor (feat. Will.I.Am & Apl de Ap)
- It’s The Way You Love Me (feat. Kelly Rowland)
- Missing You (feat. Novel)
- Choose (feat. Ne-Yo & Kelly Rowland)
- How Soon Is Now (feat. Julie Mc Knight)
- I Gotta Feeling (FMIF Remix Edit) (by Black Eyed Peas)
- One Love (feat. Estelle)
- I Wanna Go Crazy (feat. Will.I.Am)
- Sound Of Letting Go (feat. Chris Willis)
- Toyfriend (feat. Wynter Gordon)
- If We Ever (feat. Makeba)
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