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Stefanie Heinzmann: Roots to Grow

Stefanie Heinzmann-Review vom 09.09.2009

mixedmusic.de Wertung:

( 9 / 10)
Titel: Roots to Grow (CD)
Artist: Stefanie Heinzmann
veröffentlicht am: 11.09.2009

Popalbum mit viel Soul und Anspruch

Stefanie Heinzmann scheint eine Künstlerin zu sein, die trotz ihres großen Erfolges in den deutschsprachigen Ländern noch immer ihre Natürlichkeit bewahrt hat. Starallüren kann man sich bei der 20-Jährigen einfach nicht vorstellen. Mit ihrem zweiten Studioalbum „Roots to Grow“ möchte die junge Sängerin nun an die Erfolge des Debüts „Masterplan“ anknüpfen.

Insgesamt klingt „Roots to Grow“ experimenteller als ihr vorheriges Album. Auch inhaltlich traut sich Stefanie nun Dinge zu sagen, wo ihr beim Debüt vielleicht noch der Mut zu fehlte. Schon allein der bombastische Bläser-Sound des Openers „Bag It Up“ in Kombination mit dem kraftvollen Gesang reißt einen völlig vom Hocker. Ein besserer Titel hätte an den Anfang der CD nicht platziert werden können. Die erste Single „No One (Can Ever Change My Mind)”, die direkt im Anschluss folgt, ist zwar im Gegensatz zum Opener in Sachen Sound eher minimalistisch gehalten, aber nach mehrmaligem Hören drängelt sich der Refrain nahezu als Ohrwurm auf - eine klassische Radionummer also.

Auch Balladen bietet Frau Heinzmann auf ihrem zweiten Studioalbum. „How Does It Feel” zählt beispielsweise in diese Kategorie. Man denkt sie wäre schon Jahre im Musikbusiness. Wenn man sich aber vor Augen hält, dass Stefanie erst vor eineinhalb Jahren durch Stefan Raabs Casting-Wettbewerb bundesweites Interesse erlangte, macht es diese Annahme umso erstaunlicher. Sie ist einfach auf Ihrem Gebiet unheimlich talentiert und scheint mit den Genres Soul / Funk und Pop genau ihre Richtung gefunden zu haben. Ihre Stimme beherrscht Stefanie obendrein mit ihren 20 Jahren auch schon nahezu perfekt und man ist oft erstaunt was dieser jungen Frau für Töne entweichen („Unbreakable“).

Ein Featuregast auf „Roots to Grow“ ist Gentleman, der auf dem gleichnamigen reggaelastigen Titeltrack seine Stimme beisteuert. Allein dies verleiht der Sängerin eine kräftige Portion Kredibilität, denn Gentleman würde wohl nicht auf einem Bubblegum-Popalbum mitarbeiten.

Insgesamt hält der neue Longplayer was er verspricht. Die anfangs erwähnten Experimente runden das Gesamtpaket ab und „Roots to Grow“ entpuppt sich als astreines Popalbum mit ordentlich Soul und einem Anspruch, dem viele Popsternchen hinterher eilen. Als Hinweis sei noch erwähnt, dass diese CD-Review auf einer Promoversion beruht, die leider nicht alle Tracks beinhaltet hat.

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Foto von Stefanie Heinzmann
© Universal Music

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