Pitbull: Rebelution
Pitbull-Review vom 01.09.2009
mixedmusic.de Wertung:










Titel: Rebelution (CD)









( 6 / 10)
Artist: Pitbull
veröffentlicht am: 28.08.2009
House-Samples bilden die Grundlage der Rebelution
Pitbull hat seine Reggaeton und Crunk Anleihen, die ihn um 2005 herum bekannt machten, zum Teil abgelegt und macht jetzt eher modernen US-Hiphop mit kubanischer Würze und mitunter einem poppigem Beigeschmack. Die Songs des aus Miami stammenden Künstlers sind nicht mehr ganz so aggressiv wie sie einmal waren, dafür aber umso erfolgreicher. „I Know You Want Me (Calle Ocho)“, basierend auf einem Sample von „The Bomb" (Bucketheads), ist zu einem weltweiten Sommerhit mutiert und läuft im TV, als auch in den Clubs rauf und runter. Nun veröffentlichte Pitbull Ende August 2009 das zum Hit zugehörige Album „Rebelution“. Wird es den Anforderungen gerecht, die durch „I Know You Want Me“ auf der Platte lasten?Fangen wir mit der zweiten Singleauskopplung in Deutschland an. „Hotel Room Service” basiert auch auf einem bekannten Sample. Diesmal bediente sich Pitbull an „Push the Feeling on“ der Nightcrawlers. Generell ist es ja immer eine geschickte Idee sich einer bekannten Melodie zu bedienen - vor allem aus Marketingsicht, aber auch wenn der Titel in sich stimmig ist, kommt er bei weitem nicht an „I Know You Want Me“ ran. Der Ohrwurm-Charakter fehlt. Aber die Samplerei geht weiter: Auch bei „Krazy“ mit Lil’Jon wird wieder das bewährte Muster angewendet. Wiederverwehrtet wurde diesmal die 2006er Elektronummer „Cream“ von Federico Franchi.
Etwas auffällig ist „Give Them What They Ask For”. Dem Song fehlt der anfangs erwähnte kubanische Touch und geht eher in die Richtung des East-/Westcoast-Raps. Auch „Across The World“ feat. B.O.B. sticht im Kontext des Albums heraus. Der Song ist von der Geschwindkeit und Atmosphäre viel entspannter und kommt aufgrund seiner Eingängigkeit leicht hypnotisierend daher - überzeugt aber auf seine Art, wenn auch leider mit dezentem Auto-Tune Einsatz. In „Daddy's Little Girl“ widmet sich Pitbull zusammen mit Slim abschließend noch ziemlich ernsten Themen. Allerdings harmonieren die Thematik und die Instrumentalisierung des Songs nicht sonderlich.
Aufgrund der letzten Tracks von „Rebelution“ hat sich Pitbull in Sachen Abwechslung gerade noch retten können. Somit bleiben viele Recycling-Nummern, die mal mehr, mal weniger ins Ohr gehen und einige Songs, die für Abwechslung sorgen. Da darf übrigens auch der wohl immer noch beliebteste US-Featuregast Akon nicht fehlen. Er veredelt mit seiner unverkennbaren Stimme den elektrolastigen Titel „Shut it Down“. Pitbull kommt mit „Rebelution“ zwar nicht an seinen Sommerhit 2009 heran, bietet aber am Ende doch noch ein abwechslungsreiches Rap-Album, das vor allem im Club funktionieren dürfte.
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Tracklist + Downloads
- Triumph feat. Avery Storm
- Shut It Down feat. Akon
- I Know You Want Me (Calle Ocho)
- Girls feat. Ke$ha
- Full Of Shit
- Dope Ball (Interlude)
- Can't Stop Me Now
- Hotel Room Service
- Juice Box
- Call Of the Wild
- Krazy feat. Lil Jon
- Give Them What They Ask For
- Across The World feat. B.O.B.
- Daddy's Little Girl feat. Slim
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