Review vom 14.04.2009

Lily Electric: You're in the painting you saw

Mitreiter auf der "Skandi-Pop"-Welle?

Lily Electric ist eine Indieband, die ursprünglich aus dem Norden - genauer gesagt aus Kopenhagen - kommt, sich nun aber zum Zwecke der Musikkarriere im Medien-überfluteten Berlin eingenistet hat. Die 2006 gegründete Band kam in ihrer noch jungen Karriere schon ordentlich rum und war unter anderem als Support für Maximo Park und SLUT unterwegs. Nun haben sie es endlich geschafft ihre Werke auf CD zu pressen und auf ihrem Debütalbum "You're in the painting you saw" der Indiewelt zu präsentieren.
Los geht's mit dem gleichbetitelten Opener, der im Zuschauer schon zu Beginn ein Gefühl der großen Freiheit auslöst. Man bekommt regelrecht Lust sich im sommerlichen Deutschland auf große Touren zu begeben.

Vor einigen Monaten habe ich mal eine Soundtrack CD der US-Serie "O.C. California" in die Hände bekommen. Die hochgelobte Compilationreihe featured fast ausschließlich Indie-Bands und Lily Electric hätten auf dem Sampler mit ihrer insgesamt sehr locker und froh wirkenden Musik vielleicht früher oder später auch einen Platz gefunden - wäre die Serie nicht eingestellt worden. Wie auch immer - vielseitig sind die Jungs aber trotzdem, denn auch Balladen wie "In your room" zählen zu ihrem Reportaire, genauso wie zum Beispiel das experimentelle "Blasted", das mit C64-Gamesound im Hintergrund aufwartet oder einfach nur Garage Rock-Nummern wie "Naughty Girl".

Dass Bands aus Skandinavien derweil relativ angesagt sind, dürfte keinem entgangen sein. Die momentanen Überflieger sind sicherlich Mando Diao, aber auch Lily Eletric gesellen sich munter dazu. Vielleicht erwartet uns ja auch bald eine an Oasis, Blur & Co angelehnte "Skandi-Pop"-Welle. Das Album ist kein Überflieger, aber in jedem Fall kurzweillige Sommerkost für den Weg zum Strand.

mixedmusic.de Wertung: 3 / 5
Titel: You're in the painting you saw (CD)
Artist: Lily Electric
veröffentlicht am: 17.04.2009

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